Aktuelles arrow Aktuelles arrow Allgemeines arrow Höhenrettungsgruppe des Ortsverbandes Herford voll einsatzbereit
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Geschrieben von Hendrik Drawe   
Dienstag, 10. Juni 2003
Abschlussprüfung garantiert hohes Leistungsniveau Rettungs- und Hilfeleistungseinsätze in großen Höhen und Tiefen gehören seit Jahren zum festen Aufgabenbereich aller Rettungsorganisationen, insbesondere der Feuerwehr.Doch es gibt Situationen, in denen gewöhnliche Rettungsmittel, wie z.B. die Drehleiter, nicht eingesetzt oder sinnvoll in Stellung gebracht werden können.Genau dann ist der Einsatz einer speziellen Höhenrettungsgruppe erforderlich. Besonders ausgebildete und ausgerüstete Helfer sind in der Lage durch spezielle Auf- und Abseilverfahren Rettungsarbeiten in extremen Höhen und Tiefen durchzuführen. Zudem sind die besonders schonenden und sicheren Rettungsmethoden der Gruppe häufig eine sinnvolle Alternative zur üblichen Bergung. Im Herbst 2000 hat der THW Ortsverband Herford, im Rahmen eines Pilotprojektes, damit begonnen eine Höhenrettungsgruppe aufzustellen. Sie besteht z.Zt. aus sieben Helfern und soll noch auf zwölf Helfer ausgebaut werden. Die nötige Spezialausstattung im Wert von über 10000 Euro konnte durch Sach- und Geldspenden beschafft werden. Neben einer persönlichen Schutzausstattung für jeden Helfer stehen daher auch diverse Seile, Abseilgeräte, Rettungsmittel und Funkgeräte zur Verfügung. Diese Ausrüstung ist in Aluminium-Kisten verpackt und kann so je nach Einsatzanforderung blitzschnell auf ein kompaktes oder geländegängiges Fahrzeug verlastet und zum Einsatzort gebracht werden. Die Ausbildung der Höhenretter erfolgte durch den Herforder THW Helfer Dieter Brüll, der im Jahr 2002 an einem besonderen Ausbilder-Lehrgang an der Katastrophenschutzschule Heyrothsberge teilnahm. Nach intensiver Schulung legten nun die sechs verbleibenden Helfer der Gruppe in Herford die Höhenrettungs-Prüfung ab, um von nun an für besondere Einsätze bereitzustehen. Das Intensiv-Training, das sich über ein halbes Jahr erstreckte beinhaltete: - Taktische Grundsätze bei Höhenrettungseinsätzen - Gerätekunde - Herstellen von Seilverbindungen durch besondere Knoten, Stiche und Bunde - Auswahl und Aufbau von Festpunkten - Verschiedene Auf- und Abseilverfahren - den Bau von Flaschenzügen - Auf- und Abseilen mit einem Verletzten in verschiedenen Rettungsvarianten - eine erweiterte Erste-Hilfe-Ausbildung, insbesondere zum Umgang mit dem Hängetrauma und Sturzverletzungen Die Prüfung in diesen Ausbildungsthemen wurde in einen theoretischen und einen praktischen Block unterteilt. Unter den strengen Augen der Prüfer und des THW Landesbeauftragten für Nordrhein-Westfalen Dr. Schliwienski, stellten alle Prüflinge ihr Können unter Beweis. Ein sehr bedeutender Schritt zur Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurde bereits im Mai 2002 mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zur Eingliederung der THW Höhenrettungsgruppe in die örtliche Gefahrenabwehr der Stadt Herford gemacht. Darauf aufbauend sind nun mögliche Einsätze für die voll ausgebildete Gruppe:· Rettung von Personen und Tieren aus Höhen und Tiefen. · Gerüsteinstürze · Evakuierung aus Extremsituationen · Medizinische Notfälle in großen Höhen (z.B. Bauarbeiter, Kranführer) · Sicherung selbstmordgefährdeter Personen · Sicherung von Einsatzpersonal an absturzgefährdeten Stellen (z.B. bei Unwetterschäden auf Hausdächern)
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. April 2007 )
 
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