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| Geschrieben von Hendrik Drawe | |
| Sonntag, 5. Februar 2006 | |
| Am vergangenen Samstag kam es gegen 08:15 Uhr in einem Hochregallager in Kirchlengern zu einem schwerwiegenden Unfall. Ein Roboter, der für die Bestückung der Hochregale zuständig ist, wies eine Störung auf. Um diese Störung zu beseitigen kletterte ein Angestellter der Firma auf die ca. 20 Meter hohen Regale. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit - der Arbeiter stürzt! Nach wenigen Metern fängt ihn sein Sicherungsgurt auf. Mit starken Schmerzen hängt der Mann an seinem rettenden Seil. Sein Kreislauf wird schwächer. Weder er noch seine Kollegen haben die Möglichkeit, ihn sicher zu Boden zu bringen. Lebensgefahr! [MORE] Nur wenige Minuten später trifft die Feuerwehr am Ort des Geschehens ein. Ein Höhensicherungstrupp begibt sich umgehend zu dem Verletzten. Schnell wird klar, dass der Mann mit den Rettungsmitteln der Feuerwehr nicht zu bergen ist. Alarm für die Höhenretter des THW Herford! Während die Herforder Höhenretter auf der Anfahrt zu Einsatzort sind, beginnen die Feuerwehrmänner damit, den Patienten medizinisch zu betreuen und ein weiteres unkontrolliertes Abrutschen durch Sicherungsmaßnahmen zu verhindern. Am Einsatzort angekommen erhalten die THW-Höhenretter eine kurze Einweisung in die Lage. Dann betreten sie das Hochregallager. Der Auftrag ist klar: Gesicherte, patientenorientierte Rettung des verunglückten Arbeiters. Die Höhenretter beginnen umgehend den gesicherten Vorstieg zu dem Verletzten. Erst jetzt stellen die Herforder Helfer fest, dass es sich bei dem "Verletzten" um eine Puppe handelt. Eine Übung! Kein Leben in Gefahr, trotzdem wird konzentriert und professionell weitergearbeitet. Die Anspannung bleibt! Unter der Decke des Hochregallagers wurden mittlerweile zwei Rettungsseile angeschlagen. Ein Höhenretter hakt sich in die Seile ein und gleitet auf die Höhe des Verletzten herab. Der Helfer übernimmt die Person mit in seine eigene Sicherung. Jetzt kann er das auf Spannung stehende Seil des Verunglückten vorsichtig entlasten und lösen. Retter und Patient sind auf dem Weg zum Boden! Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei! Die Regale sind sehr dicht aneinander gebaut. Herausragende Paletten und Kisten sind gefährliche Hindernisse für den Verletzten. Der Höhenretter schützt ihn mit seinem eigenen Körper, führt ihn langsam aber sicher an den Hindernissen vorbei. Am Boden wartet bereits der Rettungsdienst der Feuerwehr. Der Patient kann von den Rettern des THW punktgenau auf die Trage der Feuerwehr abgeseilt werden. Der Notarzt übernimmt!Genau 55 Minuten nach dem Unfall ist der Verletzte gerettet!Alle an der Übung Beteiligten sind sich einig: Die Aufgabenteilung im Kreis Herford hat sich bewährt! Eine zeitnahe Alarmierung der THW-Höhenretter, bei gleichzeitiger Sicherungsarbeit durch die Feuerwehr führt zu einem optimalen Rettungsverlauf für den Verletzten! | |
| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. April 2007 ) |


