Aktuelles arrow Aktuelles arrow Allgemeines arrow Helfer des THW Herford kehren aus dem Schnee-Chaos zurück
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Geschrieben von Hendrik Drawe   
Sonntag, 27. November 2005
Gut 36 Stunden nachdem zwei Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Herford aufgebrochen waren, um im Katastrophengebiet im Münsterland Hilfe zu leisten, kehrten diese am Sonntag Abend aus dem Schnee-Chaos zurück. [MORE] Der Einsatz für das Technische Hilfswerk Herford begann am Samstag in der Mittagszeit. Die Bezirksregierung Münster hatte zuvor in einem Amtshilfeersuchen den Regierungsbezirk Detmold um Hilfe gebeten. Nach den starken Schneefällen waren viele Menschen im Großraum Münster insbesondere durch die lang anhaltenden Stromausfälle betroffen. Die zunehmende Kälte in den Wohnhäusern verschärfte die Situation vor Ort weiter. Tausende Menschen in der Region harrten nun schon seit vielen Stunden unter widrigsten Bedingungen aus.Aus diesem Grund folgte die Bezirksregierung Detmold dem Hilferuf aus dem Münsterland umgehend. Die Feuerwehren der Kreise und das Technische Hilfswerk wurden angewiesen kurzfristig Notstromaggregate und Helfer bereitzustellen. Als zentraler Anlaufpunkt wurde für alle Rettungseinheiten, die über leistungsstarke Netzersatzanlagen verfügen, das Gelände des THW Bielefeld ausgewählt. So auch für die Helfer aus Herford.Da der THW Ortsverband Herford über besonders schweres Bergungsgerät verfügt, gehört zu seiner Ausstattung auch ein Notstromaggregat mit einer Leistung von 50.000 Watt. Für den Transport und die Bedienung eines solchen Gerätes sind zwei geschulte Helfer notwendig. Sofort nach Erhalt des Einsatzauftrages machten sich daher die beiden Maschinisten Maik Büker und Thomas Kelsner mit einem Gerätekraftwagen und dem auf einem Anhänger verbauten Notstromaggregat auf den Weg. Von der Kräftesammelstelle in Bielefeld aus setzte sich ein beeidruckender Verband von ca. 80 THW Helfern und Feuerwehrmännern mit mehr als 40 LKW und Netzersatzanlagen in Bewegung. Nach dreistündiger Anfahrt über die verschneiten Straßen erreichte die Hilfe aus der Region das Münsterland. An einem Feuerwehrgerätehaus in Dülmen wurden die Helfer in verschiedene Einsatzgebiete verteilt. Schwerpunkt des Einsatzes war die Versorgung von lebenswichtigen Institutionen mit Strom. Insbesondere Notunterkünfte, Krankenhäuser und Pflegeheime, aber auch Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte benötigten dringend Energie, um ihren Betrieb aufrechterhalten zu können.Den beiden Helfern des THW Herford wurde mit ihrem Gerät ein Einsatzraum in der Stadt Laer zugewiesen. Hier versorgten sie zusammen mit anderen Einsatzeinheit verschiedene Betriebe, darunter Werkstätten, solange mit Notstrom, bis die Energieversorgung wieder über das normale Netz erfolgen konnte. Nachdem die Herforder THW Helfer nun seit nahezu 30 Stunden im Einsatz waren, wurden sie durch nachrückende Kräfte abgelöst und konnten den Heimweg antreten. Am späten Sonntag Abend erreichten die beiden THW Helfer wohlbehalten ihren Ortsverband. Beide waren sichtlich beeindruckt von dem Ausmaß der Katastrophe. „Einen solchen Zusammenbruch der Infrastruktur habe ich in meiner Laufbahn beim Katastrophenschutz bisher nur nach dem verheerenden Orkan Lothar in Frankreich erlebt. An einen so lang anhaltenden und flächendeckenden Stromausfall in Nordrhein-Westfalen kann ich mich nicht erinnern“ fasst Thomas Kelsner seinen Eindruck von der Situation vor Ort zusammen. In dem Bewusstsein, dass nach wie vor ganzen Regionen von der Stromversorgung abgeschnitten sind, steht der THW Ortsverband Herford mit seinen erfahrenen Helfern für weitere Einsätze in erhöhter Alarmbereitschaft.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. April 2007 )
 
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